Modelle von Markus

R-7 Sputnik Rakete, Mach2 1:72

Als am 4.Oktober 1957 eine R-7 den ersten künstlichen Satelliten in eine Erdumlaufbahn beförderte, begann das Raumfahrtzeitalter. Die R-7 war ursprünglich als Interkontinentalrakete gedacht und war für die Beförderung des relativ schweren  ersten sowjetischen Atomsprengkopfs ausgelegt. Allerdings waren neuere Raketen mit neueren Treibstoffen für die militärische Anwendung besser geeignet. Chefkonstrukteur Sergej Koroljow gelang es, die Sowjet-Führung von seinen Plänen, mit der R-7 den Weltraum zu erobern, zu überzeugen. Die Sojus als Weiterentwicklung der R-7 ist bis heute im Einsatz. 

 

Jedes der fünf Triebwerke hatte vier Brennkammern, dazu  jeweils 2 kleine Steuerdüsen. Die Zentralstufe  hat vier. Sie ist eigentlich die zweite Stufe, denn die vier äußeren wurden vor Erreichen der Umlaufbahn abgeworfen, nachdem ihr Treibstoff verbraucht war.

Die Decals von New Ware erhöhen die Detailtreue. Allerdings glänzen sie stark und haben einen sehr harten Kontrast, so dass man nochmal eine dünne Lackschicht darüber sprühen muss, um sie „abzublenden“.  

Der Bausatz von Mach2 ist ist ohnehin schon grobschlächtig, mein Exemplar war zusätzlich von desaströser Gussqualität. Einer der Booster war so verzogen, dass ich ihn zersägen und neu zusammen setzen musste.  

 

Juno 1 mit Explorer 1, Horizon Models 1:72

Die Juno 1 war eine Weiterentwicklung der militärischen Jupiter-C Rakete, die ihrerseits auf der V2/A4 basierte. Nach dem Sputnik-Schock und den Fehlschlägen der Vanguard-Rakete gab die US-Regierung dem Team um Wernher von Braun die Chance, den ersten US-amerikanischen Satelliten ins All zu bringen. Am 1.2.1958 war der erste Versuch erfolgreich.

 

Auf die schon dreistufige Juno wurde als vierte Stufe ein zylindrisches Paket mit Feststoffraketen aufgesetzt, mit dem Satelliten Explorer 1 in deren Mitte. Die Strahlruder verraten die Abstammung von der V2/A4. 

Der Bausatz von Horizon Models aus Australien ist von sehr guter Qualität. Er ist modular aufgebaut, d.h. man könnte auch die Redstone Mittelstreckenrakete  oder die australische Sparta bauen. Diese hatten in oberen Bereich eine jeweils andere Form. Mit einer Sparta wurde auch Wresat, der erste australische Satellit, in den Orbit befördert. Auch die Decals dafür sind enthalten.

 

Dong Feng 1 (Project 1059), Bronco Models 1:72

Im Rahmen eines 1957 mit der Sowjetunion geschlossenen Technologietransfer-Übereinkommen erhielt China die technischen Unterlagen  der R-2 Rakete, einer Weiterentwicklung der deutschen V2/A4. Als es 1959 zum Zerwürfnis Sowjetunion/China kam, fehlten noch wichtige Informationen zu Telemetrie und Peripheriegeräten. Dennoch wurde beschlossen, eigene Raketenprojekte zurück zu stellen und die R-2 selbst fertig zu entwickeln. Am 5.11.1960 erfolgte der Erstflug der als“1059“ bezeichneten Rakete. Allerdings  wurden nur 5 flugfähige Exemplare gebaut, die rein zu Testzwecken gestartet wurden. Die R-2 war eine ballistische Rakete, konnte also keine Umlaufbahn erreichen. 1964 erhielt sie rückwirkend den Namen Dongfeng 1 („Ostwind 1“) 

Der Bausatz von Bronco Models ist von sehr guter Qualität. Das Deckelbild zeigt die museal erhaltene Rakete, die alternativ gebaut werden kann – die Startszene ist also nicht stimmig.

Der Starttisch besteht aus wesentlich mehr Teilen als die Rakete selbst.

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© Markus Preinfalk